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Luckey zum Preis und der Verbreitung der Oculus Rift

Quelle: Oculus

Viel Spaß!

Nachdem Chet Faliszek uns die traurige Nachricht getwittert hat, dass die HTC Vive nicht am 20.Oktober erscheinen wird, benutzt nun auch Palmer Luckey diesen Kanal, um die Erwartungen etwas zu senken. Diesmal geht es aber nicht um die Hardware oder den Veröffentlichungszeitraum, sondern um den Preis und die Verbreitung der Rift im Mainstream.

Die erste Generation der Oculus Rift wird kein großer Erfolg? Keine große Verbreitung der Rift?

So könnte man die Aussage von Palmer Luckey zur Verbreitung der Rift verstehen. Wobei die Frage, was Erfolg und Misserfolg ist, wohl durch die Entwickler bestimmt wird. Die Entwickler und Publisher werden entweder Spiele für die Plattform entwickeln und veröffentlichen, oder es aufgrund der geringen Verbreitung nicht tun.

Quelle: Twitter

Palmer Luckey vergleicht die Rift hierbei mit Smartphones und Konsolen, welche in ihren ersten Generation auch nur geringe Verbreitung verzeichneten. Die erste Generation muss nach Luckey die Gesellschaft von Virtual Reality überzeugen, damit die nächsten Generationen der Virtual Reality Headsets zu einem Erfolg im Massenmarkt werden können. Diese Aussage ist nicht neu, jedoch unterstreicht Luckey erneut seine Position. Somit nimmt der Erfinder der Oculus Rift natürlich den Kritikern, welche gerne zuerst auf die Verkaufszahlen schauen, den Wind aus den Segeln. Auf der anderen Seite wünschen wir uns natürlich einen früheren Durchbruch, da wir gerne Blockbuster-Spiele mit der Oculus Rift spielen wollen. Diese werden aber ohne einen Erfolg auf den Massenmarkt wohl nicht entwickelt werden.  Eng verknüpft ist diese Aussage mit Luckey Hinweis auf den Preis der Rift.

Quelle: Twitter

Auch dies hören unsere Aufmerksamen Leser und Zuschauer des VR-Weekly nicht zum ersten Mal. Nachdem Palmer bestätigt hatte, dass die Rift teurer als 350$ wird, ist für einige Menschen der VR-Zug für die erste Generation vermutlich zunächst abgefahren. Zumindest was die Oculus Rift betrifft. 400$ für das Headset ist nicht überteuert und ist auch definitiv gerechtfertigt, jedoch darf man nicht die hohen Anschaffungskosten eines High-End PCs vergessen. Sollte man keinen guten Computer besitzen, werden nochmal ca. 1000 US-Dollar für die PC-Hardware fällig. Somit liegen wir bei 1400 US-Dollar für die Eintrittskarte in die virtuelle Realität. Dies wird für viele Menschen eine Hürde sein, die sie nicht überwinden können oder wollen. Daher ist die Aussage zur Verbreitung der Rift auch absolut nachvollziehbar.

Anders sieht es beim VR-Headset von Sony aus. Durch die hohe Verbreitung der Sony Playstation 4 könnte dies der günstigste Einstieg in die VR-Welt sein. Natürlich ist die PS4 nicht so Leistungsstark wie ein Gaming-PC und das System ist geschlossen und an den PSN-Store gebunden, jedoch hat uns die VR-Erfahrung auf der Gamescom überzeugt.

 

Beitragsbild: Oculus.com