Kopin Elf CES 2018

Über die ultrahochauflösenden Minidisplays von Kopin haben wir schon öfter berichtet: Schließlich liefern derzeitige Modelle eine Pixeldichte von 2900 ppi und ermöglichen durch ihre Bauart kleine und leichte VR-Headsets. Allerdings gab es beim bisherigen Elf Headset noch diverse Probleme, beispielsweise das Sichtfeld im Zusammenhang mit der Helligkeit. Der chinesische Hersteller nahm die CES 2018 zum Anlass, einen neuen Prototypen vorzuführen.

Kopie und Elf Headset: Noch nicht perfekt

Spätestens nach dem Hands-on zum Pimax 8K Headset dürfte klar sein, dass man die perfekte Kombination aus Helligkeit, Auflösung, Linsen und Sichtfeld nicht aus dem Ärmel schütteln kann. Das Beispiel Kopin zeigt ebenfalls, was für Probleme noch entstehen können. Auf der CES 2018 in Las Vegas hat der Hersteller einen neuen Prototypen seines Elf Headsets vorführen können. Die VR-Brille besitzt zwei ultrahochauflösende Bildschirme, für jedes Auge einen. Auf lediglich ein Zoll tummeln sich auf dem Microdisplay 2048 x 2048 Pixel, was zu einer enormen Pixeldichte von 2900 ppi führt. Und offensichtlich noch zu Problemen.

Die Kollegen von Upload VR haben den Prototypen auf der CES 2018 testen können. Theoretisch erreicht das 2K-Display eine Bildwiederholfrequenz von 120 fps, auf der Messe in Las Vegas schaffte das Elf Headset jedoch nur 60 fps. Außerdem stellte der Redakteur zwei dünne horizontale Linien fest, die den eigentlich guten Bildeindruck störten.

Trotzdem ist die Technologie vielversprechend: Der kleinere Formfaktor der Displays ermöglicht es, leichtere und laut Hersteller um bis zu 40 Prozent kleinere VR-Headsets zu bauen. Gleichzeitig steigt die Auflösung insgesamt auf 4096 x 2048 Pixel, wodurch je nach der Weite des Sichtfelds ein äußerst scharfes Bild dargestellt werden könnte. Kopin räumt allerdings ein, dass Eye-Tracking notwendig sein könnte, um lediglich die Darstellung im Fokus in höchster Detailstufe rendern zu müssen. Das Unternehmen erwartet, noch dieses Jahr einige Hersteller vom Display überzeugen zu können und hofft, auf der CES im nächsten Jahr VR-Headsets diverser Anbieter ausstellen zu können.

(Quelle: Upload VR)

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Düsentrieb
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Heftige specs. Ich hoffe schon lange, dass sich die Displayhersteller mit custom-VR-displays auseinandersetzen.

lars
Gast
lars

eye-tracking auf so kleinen displays dürfte noch wesentlich schwieriger sein als…. das was es jetzt noch nicht wirklich gibt ;)

Affe
Gast
Affe

Was hat das Eye-Tracking mit dem Display zutun? Außerdem reicht auch generelles Foveated Rendering um die Performance zu steigern. Ich persönlich schaue eh fast immer gerade aus, was bei 100 grad (PSVR) auch fast nicht anders geht.