Die Fortbewegung in der virtuellen Realität ist, zumindest für klassische Spielkonzepte, noch sehr problematisch. Das Laufen mit dem Stick oder dem Touchpad verursacht bei manchen Menschen Übelkeit und die aktuellen Tracking-Möglichkeiten begrenzen den Raum für das natürliche Laufen deutlich. Eine Alternative stellen spezielle Laufställe dar, in denen sich der Spieler hineinstellt und anschließend durch virtuelle Welten laufen beziehungsweise rutschen kann. Jamie Hyneman möchte jedoch nicht einen weiteren Laufstall anbieten, sondern eine Schuh, der solche Vorrichtungen überflüssig macht und dem Spieler mehr Freiheit lässt.

Vortrex soll aus Spielern Moonwalker machen

Um den Schuh zu verwirklichen, hat Hyneman eine IndieGoGo-Kampagne gestartet, die ihr bereits unterstützen könnt. Auf die Unterstützer wartet aber kein eigenes Modell des Schuhs, sondern sogenannte Survival-Kits, die vom Klebeband bis zur Axt mehr oder weniger sinnvolle Utensilien enthalten. Hyneman möchte die aufgerufenen 50.000 US-Dollar dafür nutzen, die 7. Generation des Schuhs als Prototyp zu bauen.

Vortrex Plan

Das Besondere an den Schuhen ist, dass sie euch unbewusst zum Moonwalker machen sollen. Ihr sollt also relativ normale Laufbewegungen machen können, ohne das ihr euch tatsächlich durch den Raum bewegt. Um dies zu ermöglichen, sind motorisierte Rollen unter dem Schuh, die euch automatisch in die Ausgangsrichtung zurückschieben. Dies könnte eine interessante Technologie für klassische VR-Shooter sein, in denen man längere Strecken in der virtuellen Realität zurücklegen muss. Wir sind gespannt, denn wenn der Prototyp funktioniert, stehen die Chancen gut, dass ein neues VR-Zubehör für Konsumenten geboren wird. Ob es so sein wird, kann und will Hyneman allerdings nicht versprechen und schließt ein Scheitern des Projektes nicht aus.

Wenn ihr die Kampagne unterstützen wollt und/oder weitere Informationen benötigt, dann folgt diesem Link. Über den Kopf der Kampagne und ehemaligen MythBuster Jamie Hyneman erfahrt ihr beispielsweise auf Wikipedia mehr.

(Quelle: IndieGoGo | Road to VR)

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Alexander
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So geil! 😂😂😂😂

Moonwalker
Gast
Moonwalker

Die Killerapp. Ähh. Der Kiler-Schuh! Wenn das klappt, was ich derzeit stark bezweifle, kann das das größte Problem von VR lösen. Die Fortbewegung muss endlich natürlich auch in Vr funktionieren. Es hilft nichts, dass die Arme und Hände fast perfekt nachempfunden sind, aber das Gehen/LAufen unnatürlich ist. Hoffe die Motoren und Sensoren sind stak genug, dass dann auch gesprintet werden… Weiterlesen »

Neeru
Gast
Neeru

die energien neutralisieren sich gegenseitig. wenn alles zu 100% funktionier passiert da nichts. wenn allerdings es zu ms abweichungen kommt wirst du wie auf einem e-board umgerissen.

Moonwalker
Gast
Moonwalker

Das ist klar, dass die Energien sich neutralisieren.ist ja bei Laufbändern nicht anders. Ich zweifle eher an den Motoren ,die die Daten der Sensoren “umsetzen” und an- umspringen müssen. Ein sanftes Losgehen und langsamens anhalten wird sicher keine Probelem darstellen. Aber sobald man sich natürlich verhölt und auch mal abrupt anhält, sich dreht etc, werden die Schuhe failen! Bin mir… Weiterlesen »

Affe
Gast
Affe

Ich empfinde es eher gegenteilig. Anfangs war ich einer ähnlichen Meinung, aber mittlerweile habe ich mich an die Motionsickness gewöhnt. Immer sofort, wenn einem unwohl wird, Pausen einlegen hilft enorm. Wie ein Kampfjetpilot oder ein Astronaut gewöhnt man sich an die neuen Umstände. Alles Training. Ein Kumpel, der beruflich Autosimulatoren verteibt, hat mir erzählt, dass Menschen die das Autofahren kennen… Weiterlesen »

linuxJuggler
Gast
linuxJuggler

Ich denke die Hoffnungen / Erwartungen die hier durchklingen sind völlig unrealistisch. Es gibt 2 verschiedene VR Motion Sickness Probleme. 1. Vermeidbare Abweichungen zwischen der realen Körperbewegung und der zugehörigen Darstellung (z.B. Latenz, Trackingfehler …) 2. Abweichungen die durch virtuelle Bewegungen entstehen, deren physikalische Effekte (vor allem Beschleunigung) nicht simuliert werden können. Punkt 1 ist prinzipiell technisch lösbar, allerdings ist… Weiterlesen »

Affe
Gast
Affe

Danke für deinen wunderbaren Kommentar. Diesen sollten die VR Nerds in einen Artikel bzgl. Motion Sickness verwerten, weil er wohl vielen die Augen öffnen würde und sehr interessante Fakten hat. So vieles stimmt und klingt absolut logisch und ist dazu noch sehr gut und verständlich beschrieben. Das einzige, das ich evtl. noch hinzufügen würde, wäre, dass es evtl. über neutonale… Weiterlesen »

linuxJuggler
Gast
linuxJuggler

Danke gleichfalls. Mich wundert es schon seit geraumer Zeit, dass diese technischen Aspekte in der Diskussion um Motion Sickness so untergehen, aber ein Kommentar zu irgendeinem Artikel wird daran auch nichts ändern. Die “neuronalen Lösungen” verfolge ich auch mit Interesse, leider ist mir allerdings relativ bald aufgegangen, dass auch diese mit einem gravierenden Nachteil daher kommen. Das einzige, dass mich… Weiterlesen »

Spaceman
Gast
Spaceman

wo soll die Stromversorgung herkommen?

NOVAXOX
Mitglied

es müssen bloß die Füße getrackt werden ergo mit so art fuß Tracker ka ein band oder socke ^^ mit tracking sensoren die man sich über die füße ziehen tut und dann go auf der stelle laufen die hände werden ja auch nur gerackt weil man ein Controller in der hand hällt oder

Pan
Mitglied

Mich langweilt mittlerweile dieses Argumentationsmuster: wenn VR nicht 100% alles genau simuliert, könne man es auch ganz sein lassen und zum Monitor zurückkehren. Man unterschätzt gemeinhin das Adaptionsvermögen des Gehirns. Viele haben auch die motionsickness in den Griff bekommen, indem sie anfangs Pausen gemacht haben. Ich habe kein Problem, real auf der Stelle zu stehen, während ich virtuell laufe. Ob… Weiterlesen »

Affe
Gast
Affe

Danke Dir, bin exakt derselben Meinung… Motionsickness ist heilbar:D
Die meisten Gamer sind faul, ich glaube kaum, dass irgendjemand Lust hat Abends beim Zocken noch mehrere Kilometer im Laufrad, wie ein Hamster, zurückzulegen… Die Zukunft ist für mich ein System im sitzen. Abgesehen davon sitzt man in in vielen Games wie Rennspiele, Flugsimulatoren, Robotern, Panzern etc.

Fabian
Gast

Grober Unfug – wie der Rest bisher auch – was für Bewegungen benötigt der Spieler? Ausgehend von Shootern und Co.wird wohl niemand Glücklich werden, wenn er NUR geradeaus gehen kann/darf… Strafing – also seitliches gehen, Treppen, Anstiege, schräg gesetzte Schritte, um die Balance zu wahren … und schwups liegt man doch auf der Nase. Ansich müsste unter jedem Fuß eine… Weiterlesen »