Visionär Kojima ist weitaus mehr als “nur” ein Spieleentwickler. Sein Resumé spricht für sich: Metal Gear Solid, Zone of the Enders, P.T. – er ist durch all diese Titel zum Vorbild für viele geworden und versammelt eine große Fan-Community um sich. Alles was er macht, wird gespannt beobachtet und begeistert gefeiert, sowohl von Kojima-Fans als auch von den Kritikern.

In seinem neuen noch recht geheimen Projekt “Death Stranding” versammelt er hochkarätige Schauspieler wie Mads Mikkelsen (Hannibal), Norman Reedus (The Walking Dead) und auch Guillermo Del Toro (Regisseur von Pan’s Labyrinth und Crimson Peak, seines Zeichens Langzeitfan von Kojima). Es steht außer Frage, dass Hideo Kojima die Gesellschaft beeinflusst und eine wichtige Persönlichkeit in der Games-Branche ist. Nun hat er seinen Eindruck über die Wirkung und die Zukunft der Virtual Reality geäußert– sein Urteil wird viel Nachgang in der Games-Community haben.

Hideo Kojima über die Möglichkeiten und Besonderheiten der Virtual Reality

Kojima sieht Virtual Reality als neusten Fortschritt in einer langen Reihe von Entwicklungen, die das bewegte Bild betreffen. Begonnen hat alles mit den Lumière Brüdern, die 1895 den Cinématographen erfanden- zum ersten Mal ein bewegtes Bild. Seitdem findet alles mediale, von Bildern ausgehend, in einem Rahmen statt- Fernseher, Leinwand, Handy. Aber unser echtes Leben hat keinen Rahmen und die Virtual Reality kann als erstes und einziges Medium ein rahmenloses- und dadurch wirklicheres –  Erlebnis schaffen.

Mit der Virtual Reality sind wir zum ersten Mal aus diesem Rahmen ausgebrochen und ich denke, dass sie einen sehr großen Einfluss auf beispielsweise die Bildung sowie unser alltägliches Leben haben wird, auch wie man in einem Restaurant zum Beispiel Essen bestellt. Somit wird die Virtual Reality unsere gesamte Kultur beeinflussen und verändern.

Aber die Entwicklung ist noch nicht vorbei, Kojima sieht in Virtual Reality noch Verbesserungsbedarf– die VR-Brillen müssten “leichter” werden. Man könnte sich so mehr auf das rahmenlose Erleben konzentrieren und vergessen, etwas auf dem Kopf und über dem Gesicht zu haben.

Virtual Reality ist für Kojima nicht nur in der Gaming-Branche verankert, dies wäre nur ein Bereich, denn unser gesamtes Leben kann durch sie sehr naturgetreu nachempfunden werden. So werden in naher Zukunft die Medien, Games und Filme verschmelzen und eine gemeinsame Kategorie des Entertainments bilden. Die Nachbildung und das Mitspielen von Schauspielern in Videospielen meistert Kojima ja bereits – auch Filme werden bald in VR erlebbar sein. Doch wie beeinflusst diese Veränderung das Medium Film und Game?

Kojima vermutet, vor allem durch den Vormarsch von Netflix und der Beliebtheit von Serien, dass sowohl Games als auch Filme in der Zukunft episodisch sein werden. So seien die Sessions zwar kürzer, aber das gesamte Erlebnis verlängere sich für den Spieler.

Auch zur neuen Nintedno Switch Konsole äußerte sich Kojima:

Die [Nintendo] Switch ist eine Evolution der Idee, alles zu Hause und auch unterwegs zu sehen und dabei zu haben, nur diesmal nicht für Filme oder Serien, sondern für Spiele.

Kojima hört nach Death Stranding erst einmal auf, Horrorspiele zu machen, allerdings wird er nicht in Rente gehen. Filme zu machen oder Bücher zu schreiben sind für ihn Optionen, über die er schon lange nachdenkt. Wir können also noch etwas vom Großmeister Kojima erwarten. Hoffentlich sind auch Projekte für die Virtual Reality dabei.

Hier für euch der Trailer zu Death Stranding– Kojima zeigt sich auf seinem höchstem Niveau:

(Quelle: Upload VR)

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