Sie soll Grafik in Kinoqualität auf relativ schwacher Hardware ermöglichen: Vor knapp einem Jahr stellte Google Seurat vor, seitdem war es um die Render-Technologie ziemlich ruhig geworden. Dabei zielt sie auf mobile Headsets ab, wie sie jetzt beispielsweise mit der Lenovo Mirage Solo erschienen ist. Damit mehr Entwickler Seurat einsetzen können, hat Google den Renderer jetzt als Open Source freigegeben.

Seurat wird Open Source

Für Aufsehen sorgte letztes Jahr Seurat, das Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2017 erstmals vorstellte. Der Render-Ansatz ermöglicht es, Rechenzeiten um ein Vielfaches zu reduzieren. So soll beispielsweise eine Szene aus dem Star-Wars-Spiel Rouge One statt einer Stunde nur noch 13 Millisekunden benötigen, die Polygonzahl sank von rund 50 Millionen auf gerade mal 72.000.

Um das zu erreichen, legen Entwickler fest, wo sich der Anwender gerade in der virtuellen Realität befindet. Seurat berechnet dann 3D-Modelle in dieser Abhängigkeit, wodurch sich die Komplexität wesentlich reduziert. Allerdings ist der Rechenaufwand wohl immer noch enorm, weshalb die Szenen vorberechnet werden, bevor sie in den VR-Titel wandern. Wie lange diese 3D-Modell-Berechnungen dauern, hat Google bisher nicht verraten.

Auf GitHub stellt Google nun den Code des Render-Ansatzes als Open Source sowie Dokumentationen und Tools für Windows und Linux bereit, Entwickler können somit direkt loslegen. Angesichts dessen, dass autarke Brillen wie die auf Googles Ökosystem basierende Mirage Solo erschienen sind, sicherlich ein willkommener Schritt. Zwar hat man nicht mehr viel in den letzten Monaten von der Engine gehört, jedoch kam sie beispielsweise in Blade Runner: Revelations zum Einsatz. Der VR-Titel erschien bisher exklusiv für die Mirage Solo/Google Daydream.

(Quelle: VR Focus)

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