Google ist mit großen Ambitionen in das Virtual-Reality-Geschäft eingestiegen – große Taten folgten daraus allerdings noch nicht. Erstaunlich eigentlich wenn man bedenkt, dass Google dank der Android eine dominierende Marktmacht hat (9 von 10 Smartphones laufen mit diesem Betriebssystem). Für Googles VR-Chef Amit Singh sei der holprige Start aber kein Problem.

Trotz Android keine VR-Dominanz

Eigentlich müsste Google bereits längst den VR-Standard für Smartphones festlegen. Seitdem Google im Rahmen der I/O 2016 die Virtual-Reality-Plattform Daydrem gestartet hatte, sollte eigentlich mittlerweile jeder Smartphone-Hersteller- außer Apple – ein Daydream-kompatibles Gerät im Angebot haben. Bis jetzt haben aber nur Motorola, Asus, ZTE und Huawei Smartphones im Angebot die Daydream-ready sind. Die Google Dominanz ist also nicht besonders dominierend momentan. In einem Gespräch mit der österreichischen Futurezone hat Amit Singh, Googles VR-Chef, jedoch geäußert, dass das alles kein Problem sei. Auch wenn die Strategie noch nicht aufgegangen sei, dass Daydream das für Virtual Reality wird, was Android für Smartphones ist.

Auch Samsung setzt nicht auf Google

Die Daydream-VR-Plattform sei erst vor wenigen Monaten gestartet, sagt Singh. Da könne man noch nichts über das Knie brechen. Schließlich denke man voraus und wolle langfristig bestehen. Zudem sei Amit Singh überzeugt davon, dass die Zahl Daydream-fähiger Smartphones in Zukunft massiv anwachsen wird. Da sei es auch kein Problem, dass die Anzahl an Smartphones, die mit Daydream kompatibel sind, sich noch in Grenzen halte. Das bekannteste Daydream kompatible Smartphone ist dabei noch das eigene Google Pixel. Auch die neuesten Flagschiffe anderer großer Hersteller, die auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt wurden, sind nicht Daydream-ready.

Allerdings scheint Singh zu stören, dass das neue GearVR-Headset mit Controller nicht auf den Google Standard setzt. Der Google-Manager geht jedoch davon aus, dass auch mehrere Alternativen am Markt Bestand haben werden. Momentan stelle man einige Marktforschungen bezüglich des Nutzerverhaltens an – und fand heraus, dass nicht Spiele, sondern Videos der beliebteste Content ist. 40 Minuten verbringe ein Google-Daydream-Nutzer pro Woche in der virtuellen Realität. Diese Zeit wolle man deutlich steigern.

Google legte mit der Google Cardboard den Grundstein für die neue, heutige VR-Welle. Der Konzern aus Mountain View in Kalifornien, lieferte bis heute über zehn Millionen Cardboards aus.

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