FOVE, Virtual Reality, Microsoft, VR, oculus rift

Bei Microsoft scheint man sich nun dank externem VR-Headset-Hersteller FOVE Inc. langsam der Materie Virtual Reality anzunähern. Trotz der bisher eher skeptischen Haltung der aufstrebenden Technologie gegenüber, wird nun bekannt, dass das FOVE VR-Headset, das erste Head-Mounted-Display mit Eye-Tracking, möglicherweise für die Xbox One Konsole gedacht sein könnte.

FOVE ist die VR-Brille vom japanischen Startup FOVE Inc., die erst kürzlich vorgestellt wurde. Interessanterweise erhielt das junge Unternehmen im Rahmen des Microsoft Venture London Accelerator-Programms eben auch Unterstützung von der Xbox-Division Microsofts. Die FOVE VR-Datenbrille hat eine Besonderheit, die noch keine andere VR-Brille vorweisen kann. Eye Tracking. Die Vorteile dieser Technologie wurden von uns schon beleuchtet. Kurz rekapituliert ist Eye Tracking ein Novum im Virtual Reality Bereich. Die Theorie ist, dass Sensoren die exakten Bewegungen des Augapfels erkennen und somit neue Erlebnisse möglich werden, die das klassische Spielen übertreffen. Der Nutzer der VR-Brille schaut beispielsweise auf einen Gegner und schon wir dieser getroffen.

Das FOVE Headset will dies dank Infrarotsensoren möglich machen, welche die Augen- und Muskelbewegungen bis zum Wangenknochen scannen und die daraus gewonnenen Informationen an ein Endgerät, wie beispielsweise die Xbox One sendet. So sollen auch behinderte Spieler in der Lage sein, Triple-A Titel ohne Hände oder Controller steuern zu können. Ansonsten ist die FOVE-Brille ähnlich wie das Oculus Rift und andere HMDs aufgebaut. Sensoren wie Gyroskop, Magnetometer und Accelerometer erkennen die Blickrichtung und Neigungsbewegungen des Kopfes, aber auch ein reguläres Headtracking soll funktionieren.

Die Tatsache, dass Microsoft FOVE bislang zwar nur finanziell unterstützte, könnte man als Anzeichen für eine spätere Kooperation sehen. Wenige geben ihr Geld allein aus reiner Wohltätigkeit einer aufstrebenden High-Tech-Firma. Eine Zusammenarbeit macht auch schon deswegen Sinn, da Microsoft im VR-Headset-Rennen noch kein eigenes “Pferd” an den Start gebracht hat. Und FOVE könnte, wenn alles klappt, wie das Oculus Rift CV1 sogar schon in der ersten Jahreshälfte 2015 auf den Markt kommen. So würde die VR-Hardware nicht nur für Xbox-Spieler, sondern auch für Windows-Phone-Nutzer eine wahre Bereicherung sein.

Wie es genau weiter geht, bleibt reine Spekulation. Neben Microsoft sind auch Einsatzmöglichkeiten im medizinischen Bereich denkbar. Auch wird an einem Einsatz in Freizeitparks gedacht. Sollte Microsoft also nicht zuschlagen, wird das junge Unternehmen sicherlich einen Käufer finden, oder sich selber dank Kickstarter-Kampagne finanzieren.

Die aktuelle Version der FOVE-Datenbrille ist jedoch über den “Proof-of-Concept-Status” hinaus und so soll im Dezember 2014 ein Prototyp samt SDK zur Verfügung stehen. Weitere Infos bekommt ihr hier bei uns, oder aber auf der offiziellen Website.

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