VR wichtiger als Smartphones

Wissenschaftler experimentieren schon länger mit einer Licht-Therapie gegen Alzheimer. Bisher sind diese Anwendungen aber nicht frei zugänglich und deshalb hat sich ein Mitglied der VR Community an die anderen VR Fans gerichtet, denn sein Vater ist an Alzheimer erkrankt. Er bat die Community darum, die Anwendung für die Therapie nachzubauen und sein Wunsch wurde erhört.

Experimentelle VR Therapie bei Alzheimer

Am MIT haben die Forscher verschiedene visuelle Stimulationen bereits mit Erfolg an Mäusen getestet. Das Paper zur Forschung findet ihr hier. Bei dem Versuch wurde mit einem 40Hz Lichtimpuls gearbeitet und dieser konnte das Gehirn der Mäuse so stimulieren, dass die Krankheit sich weniger schnell ausbreiten konnte. Zudem soll durch gezielte Vibration bei der Therapie der Erfolg noch weiter gesteigert werden. Aktuell gibt es aber nur wissenschaftliche Ergebnisse für die Behandlung von Mäusen und dies bedeutet nicht, dass die Therapie auch bei Menschen funktionieren muss. Auch wenn die Forscher diesen Schritt bereits angehen, kann die Hilfe für Menschen die aktuell betroffen sind, zu spät kommen.

Samuel Sekandagu, ein Entwickler bei Overflow Games, nahm sich deshalb der Bitte des Reddit-Users an und entwickelte in einer Stunde eine entsprechende Anwendung. Die Anwendung gibt einen 40Hz Lichtimpuls und eine 40Hz Vibration aus, welche sich in der Intensität verändern lassen. Bei der Anwendung des Entwicklers ist aber nicht klar, ob sie als Therapie geeignet ist. Außerdem kann eine solche Anwendung auch Gefahren für Menschen birgen, die Probleme mit schnellen Lichtwechseln haben. Die Anwendung der App sollte also gründlich überlegt sein und mit einem Arzt besprochen werden. Die Nutzung der Anwendung erfolgt auf eigene Gefahr.

Die Anwendung des Entwicklers für die HTC Vive kann hier gefunden werden.

 

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