Huxley Berlin

Kürzlich zog es uns wieder einmal nach Berlin, um mit diversen Partnern Augmented Reality und Street Art zusammenzuführen. Während unserer Pause hatten wir die Wahl, einen Spaziergang durch die Hauptstadt zu wagen oder die angesiedelte VR-Anwendung Huxley auszuprobieren. Natürlich begaben wir uns in den Bunker von Exit VR, um den Multiplayer-Spaß für bis zu vier Spieler und Spielerinnen auszutesten.

Exit VR – Huxley: Tolle kooperative Rätsel und beeindruckende Optik

Das Setting der VR-Erfahrung ist in einer dystopischen Zukunft angesetzt. Die Erde existiert im Jahr 3007 nicht mehr, wie wir sie kennen, denn sämtliche Menschen wurden durch leblose Maschinen ersetzt. So wurden alle Lebewesen ausgelöscht, um Platz für kaltes Metall zu schaffen. Alle? Zum Glück nicht ganz, denn ihr seid die letzten Überlebenden auf einer Raumstation und habt eine klare Mission: HUXLEY dabei zu helfen, die Apokalypse rückgängig zu machen.

Damit dies gelingt, teilen sich jeweils zwei Spieler/innen einen virtuellen und realen Spielbereich. Alle vier Teammitglieder landen in der Virtual Reality am selben Einsatzort. Durch diesen Kniff ist es möglich, seinen virtuellen Partner oder seine virtuelle Partnerin auch in der realen Welt zu berühren, wenn man der digitalen Figur beispielsweise auf die Schulter klopfen will. Doch viel Zeit zum herum albern bleibt ohnehin nicht, denn die Erde will schließlich gerettet werden. Und hierzu hat man nur maximal 44 Minuten Zeit.

Um die schrecklichen Geschehnisse umzukehren, müsst ihr gemeinsam diverse Rätsel lösen, Maschinen reparieren und euch durch vertrackte Labyrinthe navigieren. Dabei bereiteten die Rätsel durchweg viel Freude, auch wenn man ähnliche Mechaniken schon in anderen VR-Spielen sehen konnte. Dennoch sind die Herausforderungen in Huxley etwas besonders und sie fühlen sich durchaus innovativ an. Besonders durch die reale Präsenz eurer Mitspieler/innen sowie das virtuelle Avatar-System wird dies noch verstärkt. Innerhalb des Systems dürft ihr euch eine Maske und eine Darstellungsform für eure Spielfigur individuell auswählen.

Huxley 3 Berlin

Besonders grafisch stellt Huxley wohl einen großen Teil der aktuellen VR-Spiele in den Schatten, aber leider hält die Technik nicht ganz mit. Derzeit setzt die Location auf XMG Walker (einen Rucksack-PC), welcher jedoch ziemlich warm beim Spielen wurde. Zudem konnte er die Framerate nicht konstant auf einem guten Level halten. In größeren VR-Räumen kann es daher zu kleinen Rucklern kommen, was sich nicht wirklich angenehm anfühlt. Der Anbieter möchte jedoch zukünftig auf eine Wireless-Lösung umsteigen und das Problem mit starken PC-Systemen in den Griff bekommen.

Fazit

Der Ausflug zu Exit VR hat uns sehr gut gefallen, denn Huxley verbindet eine tolle Atmosphäre mit interessanten Rätseln und kooperativem Gameplay in einem Spielbereich. Dass die Rechner der Aufgabe nicht gewachsen waren, ist schade. Allerdings ist das Team bemüht, diesen Umstand schnellstmöglich zu ändern. Zudem soll gegen Ende des Jahres eine neue VR-Erfahrung von Exit VR in der Arcade erscheinen. Alleine deshalb solltet ihr bei eurem nächsten Besuch der Hauptstadt die Lokalität im Hinterkopf behalten. Informationen zu den Preisen und den Öffnungszeiten findet ihr auf der Webseite des Anbieters.

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei