Das gemeinnützige Forschungsunternehmen OpenAI stellt ein System vor, wie man Roboter in der virtuellen Realität trainieren kann. Die Zutaten: Eine HTC Vive, die künstliche Intelligenz OpenAI und ein Roboterarm.

OpenAI: Robotersystem lernt in der virtuellen Realität vom Menschen

Die Grundidee des Systems ist der Gedanke, dass Menschen durch Nachahmung lernen. Warum sollten dann nicht Roboter den Menschen nachahmen? Gedacht, getan und das Ergebnis sieht man im Video. Der Mensch begibt sich mittels HTC Vive in die virtuelle Umgebung und stapelt dort Klötzchen. Die künstliche Intelligenz besteht aus zwei neuronalen Netzwerken: Das erste Netzwerk beobachtet mit seiner Kamera, was in der virtuellen Welt passiert. Der Ansatz dabei ist, dass sich Aktionen in VR wesentlich einfacher und exakter auswerten lassen als in der Realität.

Die gewonnen Erkenntnisse gehen dann an das zweite Netzwerk, das die Imitation übernimmt und anschließend selbstständig ausführt. Nicht nur in der virtuellen Realität, sondern auch in der Realität. So weit, so noch nicht wirklich intelligent. Die Intelligenz kommt ins Spiel, wenn das System versucht, menschliche Aktionen vorherzusagen oder die farbigen Klötzchen richtig zu stapeln, egal wo sie am Anfang liegen.

Das ist auch das Ziel des Experiments: Lediglich eine Vorführung reicht, um dem Roboter einen neuen Trick beizubringen. Und dieser lässt sich dank der AI auch dann ausführen, wenn die Ausgangsbedingungen unterschiedlich sind.

Elon Musk gilt als treibende Kraft hinter dem Forschungsprojekt OpenAI, welches nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Unternehmen wie Microsoft oder Amazon unterstützen. Musk gilt als Kritiker der künstlichen Intelligenz und sieht sie als Gefahr für die Menschheit. Das Ziel des Non-Profit-Projektes ist es, Kräfte zu bündeln und die Entwicklung von künstlicher Intelligenz so offen wie möglich zu gestalten und sie nicht den großen Konzernen zu überlassen. Elon Musk verspricht sich zudem von dem Projekt, bereits frühzeitig Gefahren und Möglichkeiten der AI zu erkennen.

Quelle: OpenAI

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