Chess Ultra 2

Chess Ultra ist für die Oculus Rift, die HTC Vive und die PlayStation VR Brille in dieser Woche erschienen. Wir haben uns das Spiel mit der Oculus Rift und den Oculus Touch Controllern angeschaut und verraten euch in diesem Test, ob sich der Kauf des Spiels lohnt.

Chess Ultra im Test

Chess Ultra 2

Chess Ultra ist kein reines Virtual Reality Spiel und diesen Umstand merkt man dem Menü auch an. Zwar funktioniert das Navigieren ganz OK, wenn man die richtigen Buttons mit den Touch Controllern erwischt, aber ein echtes Virtual Reality Feeling kommt bei einem platten zweidimensionalen Menü einfach nicht auf.

Lange müsst ihr euch aber ohnehin nicht im Menü aufhalten, denn der Weg ins Spiel ist schnell gefunden. Ihr könnt entweder einzelne Runden spielen, an Turnieren teilnehmen oder eine von mehr als 80 Herausforderungen meistern. Während eine Herausforderung nur solo gespielt werden kann, so kann man in den anderen Modi auch online spielen. Falls ihr gegen den Computer antreten wollt, dann sollten euch die 10 verfügbaren Schwierigkeitsgrade sicher für einige Zeit unterhalten.

Bei der Umgebung habt ihr die Wahl zwischen vier verschiedenen Räumen, welche alle eine gewisse Ruhe und Dekadenz ausstrahlen. Die Musik im Spiel ist sicherlich Geschmackssache, aber wenn man sie relativ leise einstellt, funktioniert sie ganz gut als Hintergrundmusik. Zudem könnt ihr unterschiedliche Schachfiguren mit unterschiedlichen Materialien aussuchen. Schachfiguren mit Kampfanimationen sucht man jedoch vergeblich. Diese würden dem Spiel und dem Setting aber auch nicht besonders gut stehen.

Chess Ultra 2

Ein weiteres nettes Feature ist die Cross-Plattform-Kompatibilität und Twitch Integration. Wenn ihr über Twitch euer Spiel live sendet, dann könnt ihr direkt über Twitch Zuschauer zum Mitspielen einladen.

Wenn alle Einstellungen getroffen sind und die Runde starten kann, müsst ihr nur noch eure Touch Controller in die Hand nehmen und schon kann der Spaß beginnen. Die Schachfiguren greift ihr einfach durch das Drücken des Triggers mit dem Zeigefinger. Hierdurch wird eine Bewegung gefordert, die sich vom herkömmlichen Greifen einer Schachfigur kaum unterscheidet. Das Aufnahmen und Absetzen der Figuren funktioniert auch tadellos und deshalb verfällt man auch extrem schnell in eine tiefe Entspannung oder extrem Nervosität –  Je nachdem zu welchem Typ Schachspieler ihr gehört. Damit die Partie nicht im Chaos endet, wirkt das Schachbrett eine gewisse Anziehungskraft auf eure Figuren aus, die sie stehts in Position halten.

Chess Ultra 2

Leider haben eure Hände aber auch keinen Einfluss auf die Objekte auf eurem Tisch. Ihr könnt also nicht den Kaffeebecher aufnehmen und euch einen Koffein-Kick gönnen, wodurch die Welt leider an Glaubhaftigkeit verliert, auch wenn es zur “seriösen” Gestaltung passt.

Fazit

Wer Schach mag, der sollte über den Kauf des Spiel definitiv nachdenken. Aktuell kennen wir keine bessere Virtual Reality Umsetzung des Klassikers und mit hohen Grafikeinstellungen sehen die Räume beeindruckend aus. In unserem Test konnten wir auch stets direkt Mitspieler finden, ohne lange Matchmaking-Wartezeiten aussitzen zu müssen.

Stark
  • detailreiche Spielräume
  • intuitives Greifen
  • viele Herausforderungen
Schwach
  • 2D-Spielmenü

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Udo Weiler
Gast
Udo Weiler
Für ernsthaftere (Vereins)Spieler sind solche Schachprogramme eher uninteressant. Ich sehe hier z.B keine Analyse- oder Archivtools wie sie etwa Fritz bietet. Analysieren wäre in VR ohnehin furchtbar unpraktisch. Man kann nichtmal ein Schachbuch nebenher in VR nutzen. Zumindest kann man die Partien laut Hersteller nachher im PGN Dateiformat exportieren (PS4 ?). Das ist auch das absolute Minimumfeature für einen Schachspieler… Read more »
Martin
Gast
Martin

Auf PS-VR werden leider die Figuren sehr unscharf dargestellt… das ist sehr schade, weil die Atmosphäre an und für sich ganz gut rüberkommt. Auch die Auswahl der Figuren mittels Pad ist nicht sehr gut.

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