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Archangel: Hellfire PvP mit Rift und Vive – Zwei Systeme, zwei Welten

Viel Spaß!

Mit Archangel: Hellfire spendiert Skydance Interactive seinem Shooter aus dem Jahr 2017 ein spannendes Update, welches Mech-PVP-Kämpfe einführt. Um sich mit anderen Spielern in den Deathmatch-Arenen zu messen, muss das Hauptspiel nicht gekauft werden. Die kostenfreie Demo lässt euch in 2v2-Gefechten oder 1v1-Duellen ohne Einschränkungen mitmischen. Wir haben uns mit der Oculus Rift und der HTC Vive in die Metallgiganten geschwungen und verraten euch, mit welchem System ihr in die Schlacht ziehen solltet.

Archangel: Hellfire PvP mit Rift und Vive

Archangel: Hellfire lässt euch im Team Deathmatch auf 4 verschiedenen Maps gegen andere Spieler antreten. Derzeit ist der Modus auf maximal 4 Spieler begrenzt, was aber dem Spielspaß nicht schadet. Zur Auswahl stehen insgesamt 6 Mechs mit unterschiedlichen Waffensystemen und Spezialfähigkeiten. Die Welten sind recht ansehnlich, jedoch stören bei der SteamVR-Version und auch bei der Oculus Home-Version der extrem stark sichtbare Austausch der Texturen, wenn man sich einem Objekt bzw. einem Gebiet nähert. Doch dieser Umstand ist verschmerzbar, denn das Cockpit der Mechs, die großen Arme, welche ihr mit euren Motion Controllern steuert und die schnelle Action mit Flugeinlagen zogen mich schnell in ihren Bann und ließen mich die Umgebung ohnehin großteils ausblenden. Wo wir aber gerade bei der Steuerung sind: Hier liegt der große Unterschied zwischen der Version für die Oculus Rift und der Version für die HTC Vive.

Wenn die Hardware das Match entscheidet

Einen gigantischen Mech zu Steuern ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Über die Bewegung eurer Hände steuert ihr die Arme des Mechs, welche eure Waffen beherbergen. Demzufolge nutzt ihr die eigenen Arme zum Zielen. Fortbewegen könnt ihr euch also nicht über einen bewegbaren Joystick im Mech, sondern über das Touchpad der HTC Vive bzw. den Sticks der Oculus Touch Controller. Ebenso findet ihr im Cockpit zwei Button, die ihr mit euren virtuellen Händen aktivieren könnt, um eure Spezialfähigkeiten abzufeuern. Die freie Fortbewegung funktioniert hervorragend mit den Sticks der Touch Controller, doch mit den HTC Vive Controllern kam bei mir keine echte Freude auf. Ständig aktivierte ich beim Laufen die Schilde, da sich diese durch das Drücken des Touchpads hochfahren, und das Hovern über die Grip-Button fühlt sich im Vergleich zur Verwendung des zweiten Triggers der Touch Controllern furchtbar an. Am nervigsten war für mich aber das Drehen über die Touchpads der HTC Vive Controller. Egal ob Snap-Turning oder eine freie Drehung, es fühlte sich nie so präzise wie mit der Rift an.

Meiner Meinung nach sind in Archangel: Hellfire Oculus Rift Spieler/innen deutlich im Vorteil, denn eine präzise und zielgerichtete Steuerung entscheidet selbstverständlich über Sieg und Niederlage und wir reden hier nicht von einem kleinen Unterschied wie bei drahtlosen oder kabelgebundenen Eingabegeräten oder Monitoren mit einer etwas besseren Reaktionszeit. Doch nicht nur ehrgeizige Spieler/innen wird diese Tatsache nerven, sondern auch Neulinge, denn ich empfand die Steuerung mit den Touch Controllern nicht nur präziser sondern auch wesentlich intuitiver.

Eventuell stört man sich an den von mir genannten Punkten weniger, wenn man keinen Vergleich hat. Wer das Spiel jedoch einmal mit der Oculus Rift und den Oculus Touch Controller gespielt hat, der wird nie wieder wechseln wollen.

Wem die kostenlose PvP-Action gefällt, der kann Archangel derzeit für 16,79 auf Steam kaufen. Die Vollversion enthält neben den PvP-Schlachten auch eine Kampagne und einen Coop-Modus für bis zu vier Spieler. Im Oculus Store kostet die Vollversion derzeit 19,99 Euro.