Amazon Prime Video Cutter Honey

Der Streaming-Dienst Amazon Prime Video hält ein überraschend großes Video-Angebot für Nerds bereit. Vor allem an Japan-Kost steht Skurriles wie Cutey Honey auf dem Programm. Aber auch hochkarätige Klassiker wie Ghost in the Shell findet man in der Anime-Version. Wer Netflix die Treue schwört, kann den Videodienst beispielsweise auch für einen Monat für 8 Euro buchen und so die Film-Auswahl temporär erhöhen.

Amazon Prime Video: Filme für Nerds

Vorab: Viele Filme auf dieser Liste gelten den meisten Leuten als reiner Trash. Was auch irgendwie stimmt. Als Nerds wissen wir aber genau das oft zu schätzen. Das Angebot bei Amazon Prime Video ist unübersichtlich, vor allem seitdem der Anbieter seine Videoplattformen auch für Indie-Filmern geöffnet hat und teilweise Werke in minderer Qualität und -Länge den Weg in das Angebot gefunden haben. Falls ihr ebenfalls Tipps für uns und andere Nerds habt: Immer her damit in den Kommentaren.

Gunhed – The Ultimate Battle

Das Genre des Mech-Films tobt sich überzeugend fast nur im Anime-Bereich aus. Am bekanntesten und erfolgreichsten als Realfilm-Bereich sind zwar die Transformers-Filme, sie sind aber von japanischer Mech-Action wie Gundam weit entfernt. Ein Geheimtipp ist [amazon_textlink asin=’B01KGIPXIY’ text=’Gunhed’ template=’ProductLink’ store=’vrne-21′ marketplace=’DE’ link_id=’f11bbec7-da77-11e7-ad94-d78a72d1b5ec’]. Videospieler werden den Namen eventuell kennen, denn der Film stand Pate für den gleichnamigen Vertikal-Shooter für die PC-Engine. Allerdings sind die Zusammenhänge zum Film doch sehr lose. Gunhed ist aus einem Wettbewerb entstanden, bei dem Toho ein Skript für einen neuen Godzilla-Film suchte. Godzilla wurde aus dem Skript rausgestrichen, die verlassene Insel blieb.

Auf ihr residiert ein Supercomputer, der den Krieg gegen die Weltbevölkerung erklärt und versehentlich von Plünderern wieder aufgeweckt wird. Die kämpfen dann gegen Drohnen und andere Unwidrigkeiten und versuchen, die künstliche Intelligenz zu vernichten. Die Effekte sind wie so oft bei Japan-Produktionen aus den 80er und 90er Jahren gemischt – wer auf Spielzeugmodelle steht, kommt aber voll auf seine Kosten. Der düstere Cyberpunk-Look sowie die treibende Musik können gefallen, die Bildqualität ist allerdings suboptimal.

Shin Godzilla

Wo wir schon unser All-Time-Lieblingsmonster erwähnt haben – Auf Amazon Prime Video tummeln sich etliche Filme aus der Kaiju-Reihe, darunter auch der erste Teil von 1954. Godzilla setzte seinerzeit Maßstäbe. Der Regie-Arbeit merkte man an, dass der Filmer für Akira Kurosawa gearbeitet hatte. Godzilla – oder Gojira, wie er im Original heißt – ist ein düsterer und politischer Film, später mutierte die Reihe in immer neue Richtungen und Godzilla wurde teilweise aus einem Symbol für den Schrecken der Atomkraft ein Sympathieträger, der die Menschheit gegen Aliens und andere Monster verteidigt.

Mit [amazon_textlink asin=’B073XSRH3W’ text=’Shin Godzilla’ template=’ProductLink’ store=’vrne-21′ marketplace=’DE’ link_id=’f11bbec7-da77-11e7-ad94-d78a72d1b5ec’] erschien dieses Jahr ein neuer Teil, der manche Fans enttäuschen, andere begeistern wird. Federführend für die Neuauflage war Hideaki Anno, der Schöpfer von Neon Genesis Evangelion. Und die Evangelion-Handschrift spürt man bei dem Film, denn Godzilla steht wie die Engel in NGE für eine Art Menschheitsprüfung: Nur gemeinsam lässt sich die absolute Zerstörung verhindern. Godzilla wirkt in diesem Film so furchterregend wie noch nie, hat allerdings vergleichsweise wenig Zeit, sich in Tokio auszutoben. Ein Großteil des Films nehmen die politischen Verhandlungen und strategischen Planungen ein – teilweise ist das Tempo in diesen Sequenzen irrsinnig hoch. Bei aller Komplexität kommen aber auch naive Onliner nicht zu kurz. Zum Beispiel wenn ein Mädchen feststellt, dass es nur eines gibt, was böser ist als Godzilla: die Menschen.

Cutey Honey: Tears

Mit der Manga-Vorlage von Go Nagai hat der Film [amazon_textlink asin=’B01KGIPXIY’ text=’Cutey Honey: Tears’ template=’ProductLink’ store=’vrne-21′ marketplace=’DE’ link_id=’f11bbec7-da77-11e7-ad94-d78a72d1b5ec’] kaum noch etwas zu tun: Lediglich eine Anspielung auf die „fehlende Oberweite“ unserer Heldin spielt auf den Klassiker an. Die Produktion aus diesem Jahr ist ein Fest für High-Tech-Fans. VR, AR, Drohnen, KI, Androiden, Roboter? Check. Die Welt von Cutey Honey orientiert sich etwas am Klassiker Metropolis: Die Stadt ist in Schichten aufgebaut, oben leben die Reichen und Schönen, unten die Armen. Eine Super-KI in weiblicher Android-Form regelt dabei die Geschicke und hat nur wenig Mitleid mit menschlichen Wesen. Während die Reichen oben feiern, produzieren sie Abgase, die in die untere Schicht abgelassen werden und die Menschen dort vergiften. Eines Tages ist eine besonders große Party geplant …

Das ruft nach Widerstand und unser emotionaler Android Cutie Honey nimmt den Kampf gegen die Super-KI auf. Während Setting und Effekte meist überzeugen können, lahmt der Film an etlichen Stellen. So wirft die Hauptdarstellerin ständig mit dem gleichen Flirt-Blick um sich, ob es gerade passt oder nicht. Besonders nervig ist allerdings der Hauptdarsteller, dem man mit seiner Zögerlichkeit mehr als einmal in den Hintern treten möchte. Wenn man darüber hinwegsehen kann, erhält man ein nettes Stück Unterhaltungs-Kino mit allen erdenklichen Zukunftstechnologien und einer Menge Anspielungen auf andere Science-Fiction-Filme von Star Wars bis zu Blade Runner.

Schnelldurchlauf: Anime-Klassiker, Perversling und Puppenspiel

Alle Jahre wieder steht bei mir [amazon_textlink asin=’B06XHPJQTY’ text=’Ghost in the Shell’ template=’ProductLink’ store=’vrne-21′ marketplace=’DE’ link_id=’f11bbec7-da77-11e7-ad94-d78a72d1b5ec’] auf dem Programm. Der Klassiker aus dem Jahr 1995 inspirierte beispielsweise deutlich den ersten Matrix-Film. Neben dem Orginal-Anime findet man aber auch den aktuellen Ableger Ghost in the Shell – ARISE: Border 1 – Ghost Pain auf Amazon Prime. Weitere Episoden sind allerdings lediglich kostenpflichtig abrufbar.

Silvester naht und wer am Neujahr im Beinah-Vollrausch noch Futter für absterbende Gehirnzellen sucht, ist bei [amazon_textlink asin=’B01AGQURWI’ text=’Hentai Kamen’ template=’ProductLink’ store=’vrne-21′ marketplace=’DE’ link_id=’f11bbec7-da77-11e7-ad94-d78a72d1b5ec’] genau an der richtigen Stelle. Der schlüpfrige Superheld entwickelt seine perversen Kräfte, wenn er getragene Höschen über den Kopf zieht. Hört sich dämlich an? Sieht auch dämlich aus und ist Japan-Trash pur.

Die Serie fällt zwar in der Auflistung völlig aus dem Rahmen, aber wir sind ja flexibel. Wenn es sein muss. Und hier muss es sein. Über Amazon Prime Video kann man weit zurück in der Zeit reisen und den ARD-Klassiker [amazon_textlink asin=’B072JG9DY4′ text=’Robbi, Tobbi und das Fliewatüt’ template=’ProductLink’ store=’vrne-21′ marketplace=’DE’ link_id=’f11bbec7-da77-11e7-ad94-d78a72d1b5ec’] aus dem Jahr 1972 erneut erleben. Eine Warnung: Bild- und Tonqualität sind überaus mau. Das Puppenspiel basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch, in dem der Erfinder Tobbi ein Gerät konstruiert: Es kann fliegen (Flie), schwimmen (Wa) und fahren (Tüüt). Also Fliewatüüt. Als Kind fehlt ihm allerdings die Möglichkeit, das Gefährt zu verwirklichen, aber zum Glück klopft ein – noch sehr junger – Roboter ans Fenster. Der hat das Fliewatüt gebaut und zusammen geht es auch sofort auf die Reise. Regie führte übrigens der mausbekannte Armin Maiwald.

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