Wo finde ich in diesem riesigen Supermarkt bitteschön die Tapenade? Manchmal weiß sogar die freundliche Verkäuferin keine Antwort und man irrt gemeinsam verzweifelt durch die Gänge, bis man die Olivenpaste endlich findet. Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2017 einen Lösungansatz für dieses und ähnliche Probleme vorgestellt: VPS (Visual Positioning Service) beginnt dort, wo GPS aufhört, und leitet einen in Innenräumen zum angestrebten Ziel. Dabei stellt VPS eine GPS-artige turn-by-turn-Navigation zur Verfügung, nutzt aber zusätzlich die Möglichkeiten von Augmented Reality.

VPS: Tanze Tango mit mir

Mit Tango entwickelte Google eine AR-Plattform, die Tiefeninformationen im Raum aufnehmen, sowie Bewegungen tracken und auswerten kann. VPS nutzt das Inside-out-Tracking-System von Tango und kombiniert es mit Google Maps, um die Navigation in Innenräumen zu ermöglichen. Dabei verspricht Google, dass das System zentimetergenau arbeitet und beispielsweise Kunden im Baumarkt exakt zum gesuchten Schraubenzieher führen kann. In ausgewählten Geschäften einer amerikanischen Baumarktkette soll das schon heute funktionieren, verspricht Google, außerdem in einigen Museen. Bisher benutzt VPS lediglich das Display, um über die Darstellung des Raumes seine Informationen zu legen, allerdings stellt der Google-VR-Entwickler Clay Bavor auch ein Audiosystem für Sehbehinderte in Aussicht.

Einen Haken gibt es allerdings bei der Sache, bevor man einen Tango aufs Parkett legen kann: Um VPS nutzen zu können, benötigt man zwingend ein Smartphone mit Tango. Vorreiter mit einem ersten marktfähigen Produkt war Lenovo. Der Hersteller veröffentlichte vor knapp einem Jahr mit dem PHAB2 Pro ein Tango-fähiges Smartphone.

Google setzt auf Innenraum-Navigationssysteme

Auf den Marktstart wartet noch das wesentlich interessantere und zeitgemäßere Zenfone AR von Asus, das neben Tango auch Daydream unterstützt und damit zu den spannendsten Neuerscheinungen im Hardware-Markt gehört. Das Smartphone mit 5,7-Zoll-WQHD-Bildschirm kann sich zeigen lassen: Den Snapdragon 821 unterstützen je nach Konfiguration 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher, für die Tiefeninformationen für Tango sorgt das TriCam-System, das wie der Name schon vermuten lässt aus gleich drei Kamerasysteme auf der Rückseite besteht: Die 23-Megapixel-Hauptkamera, eine Kamera für das Motion-Tracking und die dritte für die Erfassung von Tiefeninformationen. Dann lässt sich beispielsweise auch das Tango-Spiel Phantogeist zocken. Im Gegensatz zu anderen AR-Spielen, können sich virtuelle Gegner beispielsweise hinter realen Gegenständen verstecken.

Quelle: RoadttoVR

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