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Noch in diesem Frühjahr will Valve eine neue Plattform für Steam herausbringen, die Steam Greenlight ersetzten wird. Steam Direct nennt sich das neue Projekt. Valve will sich durch die neue und offenere Plattform aus dem Steam Marketplace weitestgehend raushalten.

Wie wird Steam Direct funktionieren?

Jeder und alle Spieleentwickler können ihre Spiele mit Steam Direct auf den digitalen Markt bringen, nachdem sie ein Dokument ausgefüllt und eine Gebühr zwischen 200$ und 5.000$ pro Spiel bezahlt haben. Dies dürfte Spiele zu Hunderten zu Steam und zur Community bringen. Valve wird sich, wie eingangs erwähnt, aus der Entwicklung und den Veröffentlichungen der Spiele raushalten, sie werden nur überprüfen, dass die Spiele auch wirklich funktionieren – das Minimum an Anforderungen an ein Spiel. Auch bleibt Valve dabei, auf das Copyright zu achten und Scherz-Projekte zu beenden. In mehr sieht das Unternehmen seine kuratierende Funktion aber nicht.

So ist Valve nicht mehr nur eine Zwischenstation für Spiele, die von Entwicklern der Community vorgeschlagen wurden und eine hohe Wertung erhielten, um bei Steam veröffentlicht zu werden. Dieses Prinzip von Steam Greentlight funktionierte schon länger nicht mehr, Steam war es nicht möglich 400 Spiele, welche sie veröffentlichen wollten, auch wirklich rauszubringen. Man musste sich oft auf 10 oder weniger Titel beschränken, welche dann natürlich nicht alle User von Steam angesprochen haben.

Jeder bekommt was er will

Mit Steam Direct geht Valve nun „aus dem Weg“ und macht Platz für die User, die nun entscheiden können, was für Spiele sie spielen wollen. So werden enorm viele Spiele auf Steam erscheinen – vieles wird wohl auch „Schrott“ sein. Aber Geschmäcker sind ja bekanntermaßen verschieden und wenn es der Schrott ist, den andere Spieler wollen, so werden sie diesen nun über Steam beziehen können! Dass der Entwickler nun pro Spiel bezahlen muss – und nicht mehr wie bei Greenlight, dass ein Entwickler einmal bezahlen muss und dann soviele Spiele hochladen darf, wie er will – wird uns aber davor bewahren allzu viel schlechte Spiele auf Steam zu bekommen.

Steam-Ingenieur Alden Knoll sagt zu den Absichten hinter Steam Direct:

„Wir wollen glückliche Kunden haben und das erreichen wir dadurch, dass wir so viele Spiele wie möglich auf Steam haben, die diese ansprechen und spielen wollen. Wir wollen ein System entwickeln, in dem der gute Inhalt natürlicherweise an die Spitze wandert.“

Jeder Spieler soll so nur Vorschläge zu neuen Spielen vorgeschlagen bekommen, die ihn auch wirklich interessieren. Steam Greenlight war nach Knoll ein guter Start und Prüfstand für die nun kommende Plattform Steam Direct. Vieles wird übernommen werden und man kann Verbesserungen dort vornehmen, wo man aus Erfahrung festgestellt hat, dass man sie braucht.

Ihr, die Steam-Community, seid also bald die aktiven Entscheider und dürft so mehr Spiele erwarten und spielen. Wir sind gespannt, ob Steam Direct so gut funktionieren wird wie es sich anhört. Der Weg für neue Virtual Reality Konzepte ist damit geebnet.

(Quelle: VentureBeat)

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Jan
Gast
Jan

Wollte dir grad mal für die Headline danken, da du der einzige in meinen Feeds bist der nicht Clickbait macht mit „Valve kill Greenlight…“ etc.
Danke!

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