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GerätenameInfinadeck
HerstellerGeorge Burger
FunktionOmnidirektionale Threadmill
Releasedatumnicht bekannt
EntwicklungsstandPrototyp
Plattformnicht bekannt
Kombinierbar mit:allen HMDs, Kinect, PrioVR, Stem,
Vergleichbar mit:Cyberith Virtualizer, Virtuix Omni
Preisnicht bekannt
Das Infinadeck Laufband ist der aktuellste Neuzugang im omnidirektionalen Laufband (omnidirectional Treadmill) „Zirkus“ für den Einsatz in virtueller Realität. Das Gerät erlaubt es dem Nutzer sich völlig natürlich in jede Richtung zu bewegen. Im Gegensatz zu den anderen Spielern im Laufbandbereich – wie Cyberith oder Virtuix – beschreitet der Erfinder George Burger eine aktive Lösung für das Problem der Fortbewegung im virtuellen Raum.

Funktionsweise des Infinadeck

Wenn man sich die Apparatur so anschaut, mag man sich gar nicht vorstellen, dass diese so komplexe Maschine in der Freizeit des Erfinders erschaffen wurde. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden die Gurte, die entlang der fließbandartigen Vorrichtung verlaufen, jeweils einzeln von einem individuellen Motor angetrieben werden. Tatsächlich sind es bei dem auf der SVVR Messe vorgestellten Prototyp lediglich zwei Motoren.

Das einzig verwendete Band ist so im Infinadeck verschlungen, dass er immer gerade und glatt an die Laufoberfläche gelangt. So entsteht der Eindruck, dass es sich um viele Gurte handelt, die senkrecht zum Laufband laufen. Durch die Nutzung von nur einem Band entstehen zwei große. Erstens kann das Band von nur einem Motor antrieben werden, anstatt von vielen, was den Preis erheblich senkt. Zweitens liefert ein einzelnes Band eine konstantere Geschwindigkeit auf das gesamte System. Eine Synchronisation der Drehzahlen von vielen Motoren entfällt demnach, was extrem wichtig für ein sicheres Laufen auf einem omnidirektionalen Laufband ist. Indem das Infinadeck die Bewegung dieses Systems mit senkrechter Ausrichtung mit der Ausrichtung des Nutzers verbindet, ist es möglich sich auf der Oberfläche in jede Richtung (360°) zu bewegen. Das Laufband hält den Nutzer stets in der Mitte.

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Meine Meinung

Das Infinadeck beflügelt meine Fantasie enorm. Wenn man in Zukunft sein VR Headset à la Oculus Rift aufsetzt und sich dank spezieller Sensoren (ähnlich Kinect 2) als Avatar in einer virtuellen Welt wiederfinden kann, steht dem virtuellen Ausflug oder Spiel wirklich nichts mehr im Wege (Wortspiel unbeabsichtigt). Ein höheres Immersionslevel – abgesehen von einer neuralen Verknüpfung – ist kaum denkbar.

Leider erkennt das Infinadeck die Laufrichtung des Benutzers noch nicht automatisch. Bei der Vorstellung auf der SVVR Expo musste Burger die Richtung manuell anpassen. Indem die Tester in die Richtung zeigten, in die sie sich langsam drehen wollten, konnte der Erfinder des Laufbands die Bewegungsrichtung des Bandes anpassen. Das normale Gehen empfanden die Tester als sehr natürlich, bei den Drehungen mussten jedoch einige Ausgleichbewegungen machen, um ihr Gleichgewicht nicht zu verlieren. Das Infinadeck verfügt, auch wenn es bei der Vorstellung nicht aufgebaut war, auch über einen Sicherheitsgeländer, das um den Nutzer herum aufgebaut ist, das ein Hinfallen verhindern soll.

Ein Preis für das omnidirektionales Laufband ist noch nicht bekannt und so bleiben die wohl deutlich preiswerteren Mitstreiter, der Cyberith Virtualizer und Virtuix Omni dank ihrer passiven Herangehensweise (Nutzung eine reibungsarmen Oberfläche) und einer deutlich geringeren Rauminanspruchnahme weiterhin im Rennen um den Wettbewerb der sinnvollsten Fortbewegung in der Virtuellen Realität.

Ob das Infinadeck durchstarten wird, hängt auch sicher davon ab, wie genau die Richtung und Geschwindigkeit des „Läufers“ vom Laufband erkannt wird. Wenn eines nur einen Hauch abweichen sollte, ist ein Gleichgewichtsverlust fast vorprogrammiert. Das Moment könnte ein weiterer Knackpunkt des Prototyps sein. Aufgrund des wuchtigen Erscheinungsbildes des Infinadecks ist es schwer vorstellbar, dass das Laufband eine Jogginggeschwindigkeit, gefolgt von einem abrupten Stopp, mitmacht. Derzeit halten die Teile des Laufbands nicht rechtzeitig an, um dem Benutzer am Stürzen zu hindern. Burger bestätigte aber, dass er während der Entwicklung des omnidirektionalen Laufbandes auch an die Skalierbarkeit gedacht hat. So soll ein finales Produkt deutlich kleiner, leichter, leiser und vielleicht auch reaktionsfähiger werden.

Selbst wenn man nur eine „Gehgeschwindigkeit“ erreichen kann, so gäbe und gibt es jetzt schon eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. Spaziergänge in fremden Ländern oder Welten, Begehungen von Architektenentwürfen und Geschichtsunterrichtsausflüge in die Vergangenheit sind nur einige Dinge, die mir in den Kopf schießen.

Fazit

Angenommen das Laufband ließe sich schnell genug stoppen und die Fortbewegungsrichtung und Geschwindigkeit des Spieler werden exakt erkannt, so böte das Infinadeck eine Fortbewegungsmöglichkeit, die auf keinem Holodeck fehlen dürfte und seinesgleichen suchen würde. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Laufband entwickelt. Man muss bedenken, dass es sich derzeit noch um einen frühen Prototyp handelt, der es dem Nutzer aber jetzt schon ermöglicht sich völlig natürlich in alle Richtungen bewegen zu können.

Gutes
IconPlus gutes Design
IconPlus natürliche Fortbewegung
IconPlus keine Spezialschuhe notwendig
IconPlus Sicherheitsgeländer

Nicht so Gutes
IconMinus Richtung und Geschwindigkeit wird noch nicht erkannt
IconMinus nur Gehgeschwindigkeit
IconMinus derzeit ziemlich laut

Videos
Palmer Luckey auf dem Infinadeck

Herstellerpräsentation des Laufbands

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