HypeVR

Die Zeit heilt alle Hypes. Doch hoffentlich wird sich die Technologie von HypeVR dennoch durchsetzen. Das Unternehmen erstellt 360 Grad Videos, in denen ihr euch relativ frei bewegen könnt. Somit werden Videos endlich zu einer echte VR Erfahrung und nicht mehr zu einer reinen Projektion.

HypeVR

Auf der CES 2017 hatte Intel bereits gezeigt, wie großartig Aufnahmen mit der Technologie von HypeVR aussehen können. Im Video von Intel konnten die Menschen aufstehen und sich bewegen und die Welt damit aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Das Besondere an den Aufnahmen ist außerdem, dass der 3D Effekt immer perfekt bleibt und es keinen Sweet Spot für den optimalen Bildeindruck gibt. Doch wie ist eine solche Aufnahme möglich?

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Das Geheimnis ist eine Kombination aus verschiedenen Daten und einer akribischen Bearbeitung des Materials. HypeVR zeichnet mit 14 RED Kameras die Umgebung mit einer 6K Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde auf. Zeitgleich nimmt ein LiDAR System die Daten für die Position der Objekte im Raum auf. Anschließend werden die Bilder und die Daten zu Volumetric ‘Frames’ verbunden. Das daraus resultierende Video besteht aus in Echtzeit gerenderten 3D Modellen und deshalb könnt ihr euch in der Szene bewegen und erhaltet immer einen optimalen Bildeindruck.

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Doch wenn man sich diese Technik anschaut, dann werden auch schnell die Limitationen erkennbar. Die Welt wird weiterhin nur von einem Punkt aus aufgezeichnet. Dies bedeutet, dass wenn ein Objekt die Welt dahinter verdeckt und wir über dieses Objekt schauen wollen, dass dann keine Daten für die verdeckte Welt vorliegen. An dieser Stelle wird ein Schatten sichtbar. Die Demo auf der CES zeigte aber keine Schatten. Dies wird durch eine Nachbearbeitung möglich, die je nach Szene unterschiedlich aufwendig sein kann. Wenn es wenige Objekte sind, dann sollte die Bearbeitung schnell von der Hand gehen. Wenn wir aber beispielsweise in einer Gruppe von Menschen stehen, dann könnte der Prozess deutlich aufwendiger werden.

Aktuell handelt es sich bei der Kamera von HypeVR um ein System, welches nicht bewegt werden sollte. Das Team arbeitet aber an einer Lösung für Kamerafahrten. Im Moment sollen die Dateien nur noch 2 GB je 30 Sekunden benötigen. Das klingt eventuell nach vielen Daten, doch das Unternehmen brauchte kürzlich noch 5,4 TB für eine Aufnahme von 30 Sekunden.

Wir sind gespannt, wohin die Reise geht und welche Industrie sich auf diese Technik stürzen wird.

 

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