Microsofts HoloLens befindet sich zwar noch in einem Entwicklungsstadium, aber einige interessante neue Ideen und Anwendungen für das Gerät wurden in dieser Woche schon vorgestellt. Ein Video zeigt dabei, wie sich euer Telefon in einen Controller für das Mixed-Reality-Headset verwandeln kann.

AfterNow setzt auf eine andere Art von Controller

Derzeit wird HoloLens hauptsächlich per Hand durch Gesten gesteuert. Die Navigation ist zwar auch durch Spracherkennung und Blicke möglich, doch den Entwicklern von AfterNow reichte das nicht. Sie wollten die Möglichkeiten zur Kontrolle bieten, die auch VR-Controller schon liefern wie z.B. die ansichtsbasierte 6DoF-Objekterkennung der HTC Vive. Anstelle eines Vive-Controllers setzt AfterNow auf das Smartphone – ein Gerät, das schon Millionen von uns besitzen.

Das Smartphone des Anwenders funktioniert nicht nur als 6DOF-Controller, sondern auch als eine Art virtuelles Startgerät. Im Video zaubert der User virtuelle Würfel auf den Bildschirm des Smartphones und kann sie dann vom Screen wischen, um sie als Objekte in der realen Welt vor sich zu sehen.

Einige Einschränkungen bleiben bestehen

Auch wenn es sich um ein faszinierendes Mittel zur Kontrolle für die Plattform handelt, könnte es durchaus sein, dass Microsoft selbst vielleicht nicht zustimmen könnte. Jesse Vander von AfterNow ließ in einem Blog-Post verlauten, dass sämtliche Interaktionen 1,5 Meter vom Benutzer stattfinden sollten, um sowohl die Belastung für die Augen zu reduzieren, als auch sicherzustellen, dass die Elemente, mit denen der Benutzer interagiert sich innerhalb des Rahmens befinden. Vander fügte jedoch hinzu:

„Trotzdem gibt es auf jeden Fall Einsatzmöglichkeiten, bei denen sich die Controller lohnen. Darüber hinaus gibt es viele lustige Dinge die wir mit einem 6DoF-Controller machen können, der zudem einen Touchscreen hat.“

Er nannte Beispiele, darunter eine Mixed-Reality-Version von Tilt Brush, bei der Benutzer beginnen, eine Linie auf dem Handy zu erstellen und sie dann anschließend durch einen realen Raum ziehen, um 3D-Bilder entstehen zu lassen. Wiederum lassen sich 3D-Assets auf das Display packen.

Während HoloLens keine Controller anbietet, bringt Microsoft auch VR-Headsets auf den Markt, bei der physische Controller verwendet werden können. Das Unternehmen stellte dazu fest, dass 6DOF-Controller auf der Plattform ebenfalls noch an Bedeutung gewinnen werden.

(Quelle: uploadvr.com)

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Nupsi
Gast
Nupsi
Das Handy als Steuerungs- und Eingabemöglichkeit bei mixed und augmented reality zu nutzen, hat sicher enorme Vorteile – und seien es nur die Kosten, oder das man irgendwann auf der Straße für die Digi-Brille nicht noch ein zweites Gerät mitschleppen muss. Zur Erstellung von Formen oder künstlerischen Werken, dürfte es jedoch gänzlich ungeeignet sein. Dafür sind tracking, haptik und feedback… Read more »
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